ARTSCENICO & off limits
Oesterholzstraße 122 · 44145 Dortmund · www.artscenico.de

„Gallery of broken dreams and new hope/Kaskaden“
Stellen Sie sich vor: Es ist ein – zugegeben – wunderschöner, weil vom Sonnenaufgang erweckter früher Sonntagmorgen im September, kurz vor 7 Uhr. Sie schlendern, in der Erwartung, einer der ersten zu sein, zum Eingang des Rombergparks. Und dort warten – zu solch früher Stunde! – schon etwa 200 Menschen, um die Performance „Acer Pseudoplanatus“ mitzuerleben, ein Spaziergang durch diesen Park, wie es ihn so noch nie gegeben hat.
Verantwortlich für dieses – in doppeltem Sinne – Wunder ist der Regisseur und Performancekünstler Rolf Dennemann mit der Künstlergruppe artscenico. Seit mehr als zehn Jahren bespielt er untheatrale Orte – oder theatrale Unorte, je nachdem, wie die persönliche Sicht des Zuschauers darauf ist.
Site specific art ist der Fachausdruck für diese besondere Art der künstlerischen Arbeit – die Schaffung von Kunstwerken für einen speziellen Ort, die nur an diesem Ort möglich sind und nur hier ihre Kraft und Wirkung entfalten. Das Umfeld wird dabei nicht als Raum oder Hintergrund genutzt, sondern wird in der site specific art selbst zum Teil des Kunstwerks.
„So ganz nebenbei“ ist Dennemann auch noch künstlerischer Leiter des Festivals off limits.
off limits ist das internationale Festival für grenzüberschreitende darstellende Kunst, das seit 1997 biennal in Dortmund stattfindet und für kreative Programmgestaltung und innovative Symposien bekannt ist. An dieses Mal nur vier Tagen werden zwischen dem 27. und 30. August Kreationen und Gastspiele zusammengestellt, die von herausragendem Ideenreichtum zeugen.
off limits verbindet die theoretische Diskussion mit künstlerischen Aktionen. Erwachsend aus individuellen und spezifischen Standpunkten, soll überraschenden Sichtweisen Raum gegeben werden.
off limits wirft  z.B. im „Datscha Projekt“ einen künstlerischer Blick auf „Natur und Mensch“ im städtischen Rückzugsgebiet einer Kleingartenanlage, es präsentiert die britische Künstlergruppe A2Company und ein Symposium zum Thema „Partizipation“, der Beteiligung von BürgerInnen an der Kunst.  Als Observer-in-Residence haben wir den Journalisten und Leiter des Jewish Theater New York, Tuvia Tenenbom, zu Gast.